19. Januar 2024 • 3 Min. Lesezeit

Tilgungsplan

Im Finanzierungsbereich existieren mehrere Pläne, die dem Kreditnehmer und auch der entsprechenden Bank eine Übersicht liefern sollen. Dazu gehört unter anderem der sogenannte Tilgungsplan. Dieser wird häufig ebenso als Amortisationsplan bezeichnet und ist eine Tabelle, der die zukünftigen Tilgungen und Kreditzinsen inklusive aller möglichen Fälligkeiten entnommen werden können.

Tilgungsplan

Tilgungsplan ist vor allem bei langfristigen Finanzierungen sinnvoll

Eingesetzt wird der Tilgungsplan insbesondere bei langfristigen Finanzierungen, die häufig im Zuge eines Immobilienkredits genutzt werden. Gerade hier ist es für Kreditnehmer hilfreich, eine Übersicht zur Hand zu haben, zu welchem Zeitpunkt welcher Kreditrestbetrag offen ist. Zudem werden im Tilgungsplan der Anteil von Zinsen und Tilgung pro Monat dargestellt.

Wie ist der Tilgungsplan aufgebaut?

Der Ausgangspunkt eines Tilgungsplans ist stets die ursprüngliche Darlehenssumme. In der entsprechenden Tabelle des Tilgungsplans werden dann in der Regel die folgenden Daten dargestellt:

  • Restschuld
  • Zins
  • Tilgung
  • Annuität

Die Annuität, also die zu zahlende Rate, besteht dabei zum einen aus der Tilgung und zum anderen aus dem Zins. Bei einem sogenannten Annuitätendarlehen ist es klassischerweise so, dass die Zinsen während der Rückzahlung sinken, während der Anteil der Tilgung immer weiter ansteigt.

Die Restschuld reduziert sich selbstverständlich Jahr für Jahr, was dem Tilgungsplan sehr gut entnommen werden kann. Die monatliche Rate, also die Annuität, bleibt während der Zinsfestschreibung also immer gleich hoch (abgesehen von Änderungen im Indikatorzinssatz bei variablen Finanzierungen) beim Annuitätendarlehen.

Wo erhält man einen Tilgungsplan?

Einen aktuellen und exakten Tilgungsplan erhält man ausschließlich von der Kreditgebenden Bank. Trotz Effektivzinssatz ist es mit externen Rechnern nicht möglich, einen exakten Tilgungsplan ohne genau Kenntnisse der internen Kosten der Banke, zu erstellen.

Änderungen im Tilgungsplan durch Sondertilgungen

In vielen Fällen ändert sich der Tilgungsplan während der gesamten Laufzeit bis zur vollständigen Rückzahlung des aufgenommenen Darlehens nicht. Sollte der Kreditnehmer allerdings während der Laufzeit Sondertilgungen vornehmen, so ändert sich automatisch auch der Tilgungsplan. Entweder reduziert sich die zukünftige monatliche Rate oder das Darlehen wird insgesamt schneller als ursprünglich geplant vollständig gezählt.

In beiden Fällen wird eine Anpassung des Tilgungsplans notwendig, damit die zukünftig zu leistenden Tilgungen, zu zahlenden Zinsen und das jeweilige Datum, an dem die zukünftig aktuelle Restschuld abgelesen werden kann, angepasst werden.

Grundsätzlich ist es auch möglich, einen fiktiven Tilgungsplan zu erstellen. Der Vorteil besteht darin, dass der Kreditnehmer auf diese Weise sehen kann, wie hoch beispielsweise die Zinsbelastung in fünf Jahren wäre. Gegebenenfalls lässt sich dann die Laufzeit des Kredites verlängern oder die monatliche Darlehensrate anderweitig anpassen.

FAQs

Wie funktioniert ein Tilgungsplan?

Der Tilgungsplan zeigt mehrere Daten. Zum einen wird ersichtlich, zu welchem Zeitpunkt in der Summe wie viel Restschuld vorhanden ist. Er zeigt bei Annuitätenkrediten auch, wie sich die Tilgung zu den Zinsen verändert. Zu Beginn bezahlt man mehr Zinsen als man von der Kreditsumme tilgt, im laufe der Zeit verändert sich das dann immer mehr zu höherer Rückzahlung.

Woher bekomme ich einen Tilgungsplan?

Diesen erstellt die Bank, die den Kredit gewährt. Auch im nachhinein lässt sich dieser jederzeit und kostenlos anfordern.

Was ist der Unterschied zwischen Zins und Tilgung?

Die Kreditrate setzt sich aus der Zahlung für die Tilgung und der Zinszahlung zusammen. Die Zinsen berechnen sich aus dem aktuellen Zinssatz und der offenen Kreditsumme. Daher ist die Zinszahlung zu Beginn einer Finanzierung verhältnismäßig hoch. Damit die monatliche Rate aber über die Laufzeit gleich hoch bleibt, bezahlt man zu Beginn weniger Tilgung, also tatsächlich Schuldenrückführung, die den Kreditsaldo reduziert. Mit der Zeit verringert sich dann die Zinsbelastung und die Tilgung wird immer höher.

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